Ursprung

Das Spiel entwickelte sich aus dem „normalen" Tennis und wurde zunächst vorwiegend vom englischen Adel im Freien gespielt. Man verwendete einen Gummiball mit Flanellüberzug oder auch eine Kugel aus Kork. Später benannte man das Spiel in Lawn-Tennis (Rasen-Tennis) um. Wegen des häufigen Regenwetters in England verlegte man das Spiel dann in die Wohnung und benutze dabei normale Esstische; man verlegte das Tennisfeld auf den Tisch. Eine Schnur diente als „Netz", als Schläger nahm man Federballschläger, Bücher oder gar Bratpfannen. Folgerichtig benannte man das Spiel um, in Raum-Tennis. 1875 veröffentlichte der englische Ingenieur James Gibb die ersten Spielregeln.

1891 brachte James Gibb von einer Geschäftsreise aus den USA bunte Zelluloid-Bälle mit. Von nun an verdrängte der Begriff Ping Pong, welcher 1878 erstmals vereinzelt wegen der Geräusche des Balls auftauchte, zunehmend die Bezeichnung Raumtennis.

Die Namen änderten sich, der Begriff „Table Tennis" setzte sich schließlich durch. Der Geschäftsmann John Jacques de Croydon, ein Freund von Gibb, meldete 1891 den Begriff „Ping Pong" beim englischen Patentamt zum Patent an und verkaufte die amerikanischen Rechte an die Firma Parker Brothers. In diesen Jahren wurde der Schläger weiterentwickelt: Der Holzschläger wurde beklebt mit Kork, Schmirgelpapier, Wildschweingewebe.

In England wurde 1900 der erste Verein gegründet. Schließlich erfand E. C. Goode 1902 den Gummibelag mit Noppen. 1899 wurde die 1. Berliner Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft (der spätere Fußball Bundesligist Tennis Borussia Berlin) gegründet, 1900 das erste Ping-Pong-Cafe (Viktoria-Luise-Platz in Berlin) eröffnet. Um die Jahrhundertwende gelangte eine vereinfachte Variante des Tischtennis nach Japan und von dort nach China, Korea und Honkong. 1901 fand in Hamburg Uhlenhorst das erste deutsche Turnier statt. Bis in die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich das Spiel nicht wesentlich weiter, vielleicht wegen der verschiedenartigen und teilweise komplizierten Regeln.

Am 25.11.1925 erfolgte die Gründung des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB), und noch im gleichen Jahr wurden erstmals die offiziellen deutschen Meisterschaften im Herren- und Damen "Einzel" in Berlin ausgetragen.

Bis zum Zweiten Weltkrieg kamen die besten Tischtennisspieler und -spielerinnen aus Ungarn (Maria Mednyanszky, Victor Barna), Tschechoslowakei und Rumänien. Ab 1953 wurden die japanischen Spieler führend. Sie entwickelten den Penholder-Griff, wobei der Schläger zwischen Zeigefinger und Daumen gehalten wurde. Sie beklebten den Schläger mit dicken Schaumstoffmatten, was das Spiel erheblich schneller machte. Die Japaner erfanden auch den Topspin. Anfang der 1960er Jahre war Erich Arndt der erste deutsche Spieler, der den Topspin beherrschte. In den nächsten 30 Jahren kamen fast alle Weltmeister aus Asien. Anfang der 1980er Jahre holten die Europäer mit Hilfe von neuen Techniken (Frischkleben) auf.

Quelle: Wikipedia
 

Bedeutung und Spiel

Tischtennis ist eine Ballsportart, zu deren Ausübung man einen Tischtennistisch (bzw. Tischtennisplatte), eine Netzgarnitur, einen Tischtennisball und pro Spieler einen Schläger benötigt. Bezogen auf die Ballkontakte (bzw. Ballwechsel pro Sekunde) ist Tischtennis die schnellste Rückschlagsportart der Welt. Ziel des Spiels ist es, den Gegner durch geschicktes Rückspiel des Balles zu Fehlern zu veranlassen, die den Ballwechsel beenden.

Gespielt wird auf einem mattgrünen oder mattblauen Tisch. Insbesondere bei Länderspielen oder internationalen Turnieren werden in den letzten Jahren verstärkt blaue Tische verwendet, da diese einen besseren Kontrast zu Werbeflächen im Hintergrund haben und dem Zuschauer eine bessere Ansicht bieten. Der Ball ist matt in den Farbtönen weiß oder orange (früher weiß oder gelb) und hat einen vorgeschriebenen Durchmesser von 40 mm (früher 38 mm; durch die Erhöhung sollte das Spiel verlangsamt werden).

Ein Spiel besteht aus mehreren Sätzen. Ein Satz endet, wenn ein Spieler elf Punkte erreicht hat und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat, z.B. 4:11, 9:11, 12:10 13:11. Beim Stand von 10:10 geht der Satz in die Verlängerung. Dabei wechselt das Aufschlagsrecht nach jedem Punkt. Die Verlängerung endet dann, wenn sich ein Spieler zwei Punkte Vorsprung erkämpft hat. Bei regionalen oder überregionalen Mannschaftskämpfen sind meistens drei gewonnene Sätze für den Sieg vorgeschrieben. Ein Spiel endet dann höchstens nach fünf Sätzen (3:2). Bei besonders wichtigen Wettkämpfen wie nationalen Meisterschaften oder Europa-/ Weltmeisterschaften wird jedoch auf vier gewonnene Sätze gespielt. Nach jedem Satz werden am Tisch die Seiten gewechselt. Im entscheidenden letzten Satz, also bei einem Stand von 2:2 (bzw. 3:3 bei vier Gewinnsätzen), werden die Seiten gewechselt, wenn der erste Spieler fünf Punkte erreicht hat.

Heute ist es ein Sport, der weltweit betrieben wird und zunehmend auf immer mehr Begeisterung stößt. In einigen Ländern (u.a. China) ist Tischtennis zum Volkssport  Nr.1 avanciert.

Quelle: Wikipedia
 

Spieltechniken

Schnittabwehr

Der Spieler macht, mehr oder weniger weit hinter der Tischkante stehend, eine dem Unterschnittball entsprechende Bewegung. Der Ball wird allerdings im Gegensatz zum herkömmlichen Unterschnittball sehr tief angenommen, manchmal auch kurz vor dem Bodenkontakt. Dadurch kann man dem Ball maximalen Unterschnitt geben, ohne dass ihn der dadurch erzeugte Auftrieb über die gegnerische Tischhälfte hinaus trägt. Wichtig ist hierbei auch eine mehr oder weniger stark geöffnete Schlägerhaltung, wodurch Geschwindigkeit und Spin des ankommenden Topspin(balles) am effektivsten in Unterschnitt umgewandelt wird. Am besten für diese Spielart geeignet sind Langnoppenbeläge.

Spin

Bezeichnet die Drehung des Balles um die eigene Achse. Man unterscheidet üblicherweise Unterschnitt, Überschnitt, Seitschnitt, die Rotation um die Flugachse, sowie deren Kombinationen.

Topspin

Beim Topspin wird der Ball mit einer extrem schnellen Aufwärtsbewegung gestreift – fast ohne Vorschub. Die entstehende Vorwärtsrotation gibt dem Ball eine nach unten gekrümmte Flugbahn und lässt ihn beim Auftreffen auf dem Tisch flacher als normal abspringen. Da die Flugbahn durch die Krümmung bei gleicher Geschwindigkeit kürzer ist als bei einem „normalen geraden“ Schlag, kann der Ball mit höherer Vorwärtsgeschwindigkeit geschlagen werden, ohne dass der Ball über die hintere Tischkante ins Aus geht. Auch springt der Topspin vom gegnerischen Schläger wegen des extremen Dralls stark nach oben ab – kann also nur mit stark nach vorn geneigtem Schläger nah geblockt oder weit hinter dem Tisch entweder mit Unterschnitt zurückgespielt werden oder mit einer kurzen Aufwärtsbewegung mit geschlossenem Schlägerblatt „gegengezogen“ werden, da die dynamische Verspannung des Belages (falls möglich) den ankommenden Drall zu fast 100 % umkehrt. Als Unterart existiert noch der frühe Topspinball, wo der Ball im Gegensatz zum herkömmlichen Topspin nicht in ab-, sondern im höchsten Punkt mit erheblichem Vorschub getroffen wird, wodurch der Ball zwar extrem viel Spin und Tempo erhält, aber nur auf leichte oder hohe Unterschnittbälle gespielt werden kann. Der Schlägerwinkel beim Auftreffen des Balles spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Topspin ist einer der wichtigsten Angriffsschläge im Tischtennis.

Unterschnitt

Der Ball wird mit einer extrem schnellen Abwärtsbewegung und wenig Vorschub gestreift, der Ball wird somit „geschupft". Er erhält so eine rückwärts gerichtete Rotation, die je nach Intensität für einen mehr oder weniger starken Auftrieb sorgt, wodurch sich die Flugbahn verlängert. Die Vorwärtsgeschwindigkeit ist gering und wird durch die Rückwärtsrotation beim Auftreffen auf den Tisch noch weiter verringert. Dieser Schlag kann benutzt werden, um einen Spinball zu erwidern, wodurch das Spiel verlangsamt wird oder auch schnelle Angriffsbälle vermieden werden können, entweder durch die flache Platzierung des Balles oder durch starke Rotation, die den Ball vom Schläger des Gegners nach unten abspringen lässt und damit Schmetterbälle bzw. den sogenannten "Schuss" unmöglich macht, da der Ball nur mit wenig Vorschub und maximalem Topspin gespielt werden muss.

Sidespin

Eine Variante von Topspin mit Seitenschnitt. Der Ball wird mit einer tangentialen Schläger- bewegung gestreift – mit mehr oder weniger horizontaler Komponente. Dadurch erhält der Ball eine mehr oder weniger seitwärts gerichtete Rotation. Dieser Ball wird hauptsächlich als Not- oder Aufschlag eingesetzt, da durch die komplizierte Bewegung Drall und Geschwindigkeit begrenzt sind und die größten Effekte sich dadurch ergeben, dass der Ball seitlich wegspringt oder bei niedriger Geschwindigkeit durch seine Flugbahn um das Netz herumgespielt werden kann.

Schuss

Beim Schuss (auch Schmetterball genannt) wird der Ball im höchsten Punkt (oder im aufsteigenden Teil kurz vor dem höchsten Punkt) der Flugbahn auf die gegnerische Tischseite geschlagen. Durch das frontale Treffen des Balles wird auf Spin weitgehend verzichtet und es entsteht eine sehr gestreckte, fast gerade Flugbahn. Der Spin des ankommenden Balles, der ja zu rotationsbedingten Winkelabweichungen führt, wird durch Öffnen des Schlägers (bei Unterschnitt-Bällen) oder Schließen des Schlägers (bei Topspins) ausgeglichen. Durch beide Techniken entsteht naturgemäß ein geringer Anteil von Spin - sein Einfluss auf die Flugbahn ist aber bei der hohen Geschwindigkeit vernachlässigbar klein. Durch die gestreckte Flugbahn können nur Bälle „geschossen“ werden, die in ihrer Flugbahn irgendwann einen Punkt über Netzniveau erreichen. Theoretisch können Bälle auch im fallenden Teil der Flugbahn „geschossen“ werden, wenn der Ball im Treffpunkt nur hoch genug liegt. In der Praxis erweist sich das als eher schwierig. Allein gegen Bälle aus einer Ballonabwehr wird der Schuss häufiger auch aus dem fallenden Teil der Flugbahn eingesetzt. Das frühe Treffen des Balles - verbunden mit der hohen Geschwindigkeit des Schusses erhöht den (Zeit-) Druck auf den Gegner.

Ballonabwehr

Der Spieler steht weit hinter dem Tisch und spielt den Ball extrem hoch mit Topspin oder variablem Sidespin zurück. In der Regel versucht der Spieler so, wiederholte harte Topspins oder Schüsse abzuwehren. Diese Technik verwenden oft Angriffsspieler mit sehr schnellen Belägen, die die Unterschnitt-Verteidigung nur schwer zulassen, wenn sie in die Defensive gedrängt werden. Obwohl der Ball sehr hoch einfliegt, ist es schwierig, gegen Bälle aus der Ballonabwehr aggressiv zu spielen, weil der Ball - wegen der geringen Geschwindigkeit und des starken Spins - sehr viel flacher abspringt als er ankommt.

Block

Möglichkeit, einen Topspin abzuwehren: Der Spieler steht dicht am Tisch und versucht den Ball gegen den stark geschlossenen Schläger springen zu lassen, ohne diesen nennenswert zu bewegen; dies bewirkt eine Verlangsamung und Spinumkehr des Balles. Dabei nutzt er die lange Topspin-Bewegung des Gegners, um durch gute Platzierung des Balles den Punkt zu erzielen. Als Variante gibt es den aggressiven Block, auch Konterball genannt, bei dem der Schläger nicht passiv gehalten wird, sondern – um den Gegner unter Druck zu setzen – eine kurze drückende Bewegung nach vorne gemacht wird.

Konterball

Gerader, spinarmer Ball mit mittlerer bis hoher Geschwindigkeit. Wird von europäischen Spielern fast nur noch zum Einspielen genutzt. Für die asiatischen Penholder-Spieler früherer Jahre sowie Milan Orlowski, die mit wenig griffigen Noppen-außen-Belägen ausschließlich nahe am Tisch operierten, stellte er jedoch das bevorzugte Spielgestaltungsmittel dar, da die Ballwechsel extrem kurz und schnell ausgeführt werden können. In der Weltspitze hat sich heute jedoch auch unter den Penholdern der Topspin als spielbestimmende Schlagtechnik durchgesetzt, da durch Materialweiterentwicklung und Frischkleben tischnahe Block- und Konterbälle fast unmöglich geworden sind.

Flip

Der Flip ist ein Ball, der über dem Tisch mit einer Kippbewegung aus dem Handgelenk gespielt wird. Der klassische Flip erfolgt kurz hinter dem Netz, während ein Spieler einen kurz platzierten Ball erwidert, indem er den Ball mit einer entsprechenden Handgelenk- bewegung auf die gegnerische Tischhälfte spielt. Grundsätzlich unterscheidet man den Vorhandflip und den Rückhandflip. Der Flip wird auf Unter- oder Seitenschnittbälle gespielt, die zu kurz oder zu flach für Topspin oder Schuss sind. Der Flip wird insbesondere für den aggressiven Rückschlag verwendet. Er nutzt hauptsächlich die Rotation des Aufschlages für einen schnellen und platzierten Rückschlag, der einen Topspinangriff des Gegners verhindern soll und ist der technisch anspruchsvollste Schlag beim Tischtennis.

Schupfball

Unterschnittball, der über dem Tisch gespielt wird. In höheren Klassen wird er beinahe nur noch als sicherer Rückschlag auf schwierige Aufschläge oder starke Unterschnittbälle verwendet. Selbst moderne Abwehrspieler streben (zumindest bei eigenem Aufschlag) an, möglichst als erster „anzuziehen“ (auf Topspin-Spiel zu wechseln), um dem Gegner die Initiative zu nehmen.

Quelle: Wikipedia
 

Gründung des TTC Quirnbach

1966/67 wurde die Deutsche Bundesliga für Herren gegründet, im gleichen Jahr hob man in Quirnbach den Tischtennisclub aus der Taufe. Ausschlaggebend mögen die Erfolge Eberhard Schölers bei den Europameisterschaften der Vorjahre gewesen sein. Lokaler Initiator in Quirnbach war indes Kurt Schäfer. Die Gründung erfolgte im Sommer 1966 in der Gastwirtschaft Hell, neben Kurt Schäfer zählten Karl Müller, Werner Theiß, Werner Körbel, Alfred Müller, Harry Roth, Kurt Körbel, Ernst Körbel, Gerd Lerner, Frieder Vollmar, Wolfgang Müller und Otto Schauß zu den Gründungsmitgliedern. Erster Vorsitzender wurde Kurt Schäfer, Karl Müller war sein Stellvertreter. Als Schriftführer fungierte Werner Körbel und als Kassierer Werner Theiß, dem Ausschuß gehörten Otto Schauß und Roland Jung an. Der monatliche Beitrag wurde auf 1,50 DM festgesetzt, die Aufnahmegebühr betrug 5,00 DM. Mit dieser Eintrittsgebühr wurde eine gebrauchte Tischtennisplatte angeschafft. Unverhofft kam man zu einer zweiten Platte. Bei einem Verbandstag in Neustadt/Weinstraße erhielt jeder Delegierte ein Los. Die Vertreter des TTC hatten Glück und gewannen eine nagelneue Tischtennisplatte. Der Spielbetrieb wurde mit folgender Mannschaft aufgenommen: Kurt Schäfer, Werner Theiß, Werner Körbel, Karl Müller, Alfred Müller und Harry Roth. Schon bei der ersten Generalversammlung am 18.12.1966 wurde die Bildung einer zweiten Mannschaft beschlossen. Der Jugendbeitrag wurde auf 0,50 DM monatlich festgesetzt. Beides sind Zeichen, dass der junge Verein einen regen Zulauf hatte.

In "Helle Saal" fand der Verein zunächst Trainings- und Spielmöglichkeiten. Es wurden Clubmeisterschaften ausgetragen. Die erste Mannschaft erreichte unter zwölf Mannschaften mit 8:28 Punkten einen 8. Platz, die zweite Mannschaft wurde "außer Konkurrenz" Letzter mit zwei Punkten. Es zeigte sich, dass aller Anfang schwer war,...den Mannschaften mit längerer Spielpraxis war man unterlegen.

Dies belegt auch folgende Episode. Nach einem Spiel gegen Sand sagte der Spieler Eberle zu dem Quirnbacher Karl Müller: "Wenn du auf der anderen Seite des Schlägers auch noch Gummi hast, wirst du noch viel besser!" Die unorthodoxe Spielweise der Quirnbacher brachte die Spieler des TTC in den Ruf, nicht Tischtennis spielen zu können. Dieser "Quirnbacher Stil" resultierte aus den Anfangsjahren, als im Training Vorbilder fehlten und man sich das Spiel quasi selbst beibringen musste. Eine weitere Episode verdeutlicht aber auch den Ehrgeiz der Quirnbacher Tischtennisspieler. Das Quirnbacher "Original" Werner Theiß, unter den Namen "Momber" bekannt, stand in einem hitzigen Duell gegen den Spieler Heil aus Steinwenden. Als dieser sich während des engen Matches erst der Trainingsjacke und dann auch der langen Hose entledigte, rief ihm Momber über das Netz zu: "Unn wann de dich nackisch machscht, heit gewinn ich!"

Die erste Mannschaft steigerte sich auf Rang drei im Jahr 1970 und auch die zweite Mannschaft wurde angemeldet und nahm ab 1972 am Verbandsspielbetrieb teil. Bereits bei der Generalversammlung 1970 wurde mit Gerd Lerner ein Jugendleiter gewählt. Dies zahlte sich aus, denn mit Udo Schmeiser, Gerd Roth, Karl Morgenstern und Stefan Reimann etablierten sich bald junge Spieler in den beiden aktiven Mannschaften. Mit Arnold Fischer und Reinhard Scheuer brachten Spieler aus Steinbach frisches Blut in den Verein.

In Steinwenden schaffte die Pokalmannschaft mit Karl Müller, Gerd Lerner und Reinhard Scheuer eine Sensation. Gegen klassenhöhere Gegner gewann man den Bezirkspokal, im Pfalzpokal verlor man erst das Finale knapp und wurde Zweiter. Auch bei diesen Spielen zeigte sich, dass die Quirnbacher, was Ausrüstung anging, den Gegnern unterlegen war. Meist wurden die Spiele der TTC in Tanzsälen ausgetragen. In welchen Schuhe man spielte, war egal. Bei diesen Pokalspielen spielten die Quirnbacher in richtigen Sporthallen. Und dort nahm man Anstoß an Karl Müllers Turnschuhen, die schwarze Sohlen hatte. Erst nach vielen Diskussionen und nachdem die Turnschuhe zu "orthopädischen Schuhen" umdeklariert wurden, durfte der Quirnbacher Führungsspieler an die Platte.

Am 28. August 1976 feierte der TTC Quirnbach sein 10-jähriges Bestehen im Saal Körbel. Neben Vertretern der Ortsvereine war auch Ortsbürgermeister Wilhelm Bell und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Glan- Münchweiler, Arthur Höring unter den Gästen. Ein Freundschaftsspiel wurde am Vormittag ausgetragen, abends gab es dann eine Tombola und Unterhaltungsmusik.

Spielstätte war seit der Vereinsgründung der Saal Körbel. Als der Saal 1974 umgebaut und renoviert wurde, gab der TTC ein kurzes Gastspiel in Henschtal im "Saal Braun", weil in Quirnbach der "Saal Baumann" nicht zur Verfügung stand. Anläßlich der Jubiläumsfeier machte Bürgermeister Höring dem TTC Hoffnung auf einen eigenen Raum. Mit der Fertigstellung der Glantalschule in Glan-Münchweiler war es dann soweit, der Tischtennisverein konnte den unteren Schulsaal der Quirnbacher Schule als Spiel- und Trainingsraum nutzen.

Aber es gab auch Negatives zu berichten. Nachdem zwei Spieler der zweiten Mannschaft aus Quirnbach wegzogen und einige Spieler Desinteresse zeigten, musste 1979 die zweite Mannschaft abgemeldet werden. Der Spielermangel sollte sich in den nächsten Jahren fortsetzen.


Gründung der TTG Quirnbach/Glan-Münchweiler

Wegen der immer dünner werdenden Spielerdecke fusionierte man 1981 mit der Tischtennisabteilung des TuS Glan-Münchweiler, die die gleichen Probleme hatte. Der Verein heißt seitdem "Tischtennisgemeinschaft Quirnbach/Glan-Münchweiler".

Neben einigen guten Spielern brachte der TuS auch eine Damenmannschaft in den Verein ein, die lange Jahre als Aushängeschild des Vereins immer von allen Mannschaften in der höchsten Klasse spielte. Mit der Otto-Feick-Turnhalle in Glan-Münchweiler fand die Tischtennisgemeinschaft endlich eine adäquate Trainings- und Spielgelegenheit. Die sportlichen Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Die TTG 1 errang im Spieljahr 1982/83 die Meisterschaft in der Kreisliga 2 und im Jahr 1991/92 wurde man Erster in der Kreisklasse A. Aber auch die zweite Mannschaft war erfolgreich und gewann 1996/97 die Meisterschaft in der Kreisklasse B.

1995 war man in der Lage eine dritte Mannschaft ins Rennen zu schicken und 1997 folgte gar eine vierte Mannschaft. Der Spielbetrieb der Damen mußte leider eingestellt werden. Vorläufiger Höhepunkt ist der Aufstieg der ersten Mannschaft in der Saison 2005/06, nachdem das Entscheidungsspiel gegen Offenbach-Hundheim gewonnen wurde. Erfolgreich war auch die Jugendarbeit mit dem Titelgewinn in der Kreisliga im Jahre 2001/02.

In der Saison 2009/10 gewann die erste Mannschaft die Meisterschaft in der Bezirksklasse West und war somit in die Bezirksliga aufgestiegen. Leider konnte sie diese Klasse in der darauf folgenden Saison nicht halten und so stieg man wieder in die Bezirksklasse ab.

2011/12 gelang der ersten Mannschaft der TTG erneut der Aufstieg in die Bezirksliga. Dieses Mal hatte man die Klasse mit einem Punkteverhältnis von 44:0 eindeutig dominiert. Zur Meistermannschaft gehörten Sigmund Markus, Willems Frank, Knapp Christian, Scheuer Mario, Roth Stefan und Zunkel Volker.

Auch für die zweite Mannschaft war 2011/12 eine durchaus gelungene Saison. Man erreichte nach einer starken Rückrunde den 2. Tabellenplatz, welcher die verdiente Relegation bedeutete. Gegner in diesem Entscheidungsspiel, um den Aufstieg in die Bezirksklasse West, war der TTC Sand III. In einem hart umkämpften Spiel mit großartiger Atmosphäre, setzte sich Sand nach einem Unentschieden von 8:8 mit 30:31 Sätzen durch.

2012/13 erreichte die zweite Mannschaft erneut den 2. Tabellenplatz und damit das Relegationsspiel gegen den TV Waldmohr I, welches in Bruchmühlbach-Miesau ausgetragen wurde. Dieses Mal konnte sich die TTG mit 9:5 gegen Waldmohr durchsetzen, was den Aufstieg in die nächst höhere Klasse, die Bezirksklasse West bedeutete. Zur Aufstiegsmannschaft gehörten Creutz Jonathan, Clos Martin, Huff Markus, Berg Ralf, Müller Jürgen sowie Müller Axel und Jung Walter.

Die TTG Quirnbach/Glan-Münchweiler hat zwei aktive Mannschaften sowie eine Ü40 Mannschaft. Der Verein besteht aus 47 Mitgliedern, wovon 25 aktiv tätig sind. Die Tischtennisgemeinschaft ist heute ein finanziell gesunder und sportlich solider Verein.

 

Veranstaltungen

"Unsere Vereine spielen Tischtennis"

Ein Glücksgriff war die Ausrichtung des Dorfturniers "Unsere Vereine spielen Tischtennis", das ab 1994 insgesamt sieben Mal im Liebsthaler Kulturvereinshaus veranstaltet wurde. Zum einen wurde dadurch die immer klamme Vereinskasse aufgemöbelt und zum anderen entdeckte mancher Hobbyspieler seine Liebe zum Tischtennissport, was der TTG neue aktive Spieler in den Verein brachte.

Heute findet das Dorfturnier im neuen Dorfgemeinschaftshaus in Quirnbach statt. Das Turnier stößt bei den teilnehmenden Vereinen immer noch auf reges Interesse, weil neben dem sportlichen Ehrgeiz vor allem auch der Spaß im Vordergrund steht. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt...es gibt "gefüllte Knepp" mit Specksoße und Sauerkraut.

"Quirnbacher Pferdemarkt"

Immer am zweiten Mittwoch im November findet der traditionelle "Quirnbacher Pferdemarkt" statt. Er ist mit das größte Ereignis in unserer Region. Mehrere tausend Besucher zieht es alljährlich nach Quirnbach um die einzigartige Atmosphäre und Stimmung zu erleben. Ein Highlight ist am Vormittag die Pferdeschau mit anschließender Prämierung. Zum Pferdemarkt gehört auch eine Lotterie...deren Gewinner sich jedes Jahr über tolle Preise freuen.

Die Tischtennisgemeinschaft Quirnbach/Glan-Münchweiler ist jedes Jahr mit einem Stand "Bayrischer Stand" auf dem Pferdemarkt vertreten. Es werden diverse Sorten Weizenbier, alkoholfreie Getränke und Weißwürste mit Brezeln angeboten.